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Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ering

Sehr gut besucht war die Generalversammlung der Feuerwehr Ering im Gasthaus "Zum Steg", zu der Vorsitzender Gerold Bauer jun. neben zahlreichen Ehrengästen auch die Kameraden der Nachbarfeuerwehren aus Kirn, Münchham und dem oberösterreichischen Mining begrüßte.

Im Mittelpunkt standen zahlreiche Ehrungen; stellvertretender Landrat Kurt Vallée durfte Gerhard Hofbauer, dem langjährigen Atemschutzwart Klaus Sperk sowie Bürgermeister Hans Wagmann das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40-jährige aktive Dienstzeit verleihen. Außerdem zeichnete Vallée eine Vielzahl an Feuerwehrmännern mit dem Fluthelfer-Ehrenzeichen des Freistaates Bayern aus. Für dreißig Jahre aktive Dienstzeit wurden Bernhard Groß, Ludwig Halbedl, Engelbert Huber, Hans Kasbauer und Heinz Kreileder von Kommandant Thomas Buchner ausgezeichnet. Dieser gab auch einen Überblick über die im vergangenen Jahr besuchten Lehrgänge und händigte die erworbenen Zeugnisse aus. Außerdem verabschiedete er Peter Hautz aus dem aktiven Feuerwehrdienst in den "Feuerwehr-Ruhestand", da dieser im vergangenen Jahr die Altersgrenze erreicht hatte.

Buchner stellte in seinem Tätigkeitsbericht heraus, dass das abgelaufene Jahr vor allem im Zeichen des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses sowie der Flutkatastrophe stand. So war die Eringer Wehr an den ersten beiden Tagen in Ering selbst sowie in den folgenden Tagen in Simbach a. Inn im Einsatz; dabei wurde zeitweise auch die Leitung des Einsatzabschnittes Mitte (Bereich Bachstraße und Innstraße) übernommen. Dennoch konnten fünfzehn Übungen an Objekten, drei Funkübungen und Dienstabende abgehalten werden. Darüber hinaus wurde auch die Modulare Truppausbildung (MTA) samt Sprechfunklehrgang durchgeführt. Natürlich ging der Kommandant auch auf die Einsätze im vergangenen Jahr ein. So mussten die Aktiven zu sechs Bränden und zwölf technischen Hilfeleistungseinsätzen ausrücken, von denen auch bei zwei Einsätzen Todesopfer zu bergen waren. Hierzu kommen noch jeweils zwei Sicherheitswachen und Fehlalarme sowie zahlreiche Einsätze im Rahmen der Flutkatastrophe hinzu. Buchner erinnerte auch an die Ende des Jahres auslaufende Übergangsfrist für die Nachrüstung von Rauchmeldern bei bestehenden Wohnungen.

Über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr berichtete Jugendwart Florian Sperk. Er zählte zahlreiche Aktivitäten auf, wie den österreichischen Wissenstest in Mattighofen sowie den bayerischen Wissenstest in Simbach a. Inn. Erfreut zeigte sich Sperk über den Mitgliederstand. So gibt es aktuell acht Buben und fünf Mädchen bei der Jugendfeuerwehr.

Über die Atemschutzgeräteträger berichtete der neue Leiter des Atemschutzes Ludwig Halbedl. Er freute sich besonders darüber, dass im vergangenen Jahr sieben junge Feuerwehrdienstleistende den Atemschutzgeräteträgerlehrgang absolvierten und nun die Atemschutztruppe unterstützen, welche derzeit 18 Mann umfasst, nachdem Kommandant Thomas Buchner aus ihr ausschied. Halbedl brachte auch seine Hochachtung für die Simbacher Kameraden zum Ausdruck, welche trotz der Flutkatastrophe auch im vergangenen Jahr den Atemschutzgeräteträgerlehrgang professionell organisierten.

Über die sonstigen zahlreichen Aktivitäten im Feuerwehrverein informierte Vorsitzender Gerold Bauer jun. Er sprach insbesondere die Auslöse der gestohlenen Firste samt anschließendem Richtfest des neuen Feuerwehrhauses an. Außerdem dankte Bauer den Sammlern, welche bei der Spendensammlung anlässlich des Feuerwehrhausneubaus im Einsatz waren. So sei bei der Haussammlung ein Betrag von rund 23.000,00 Euro vereinnahmt worden, was die kühnsten Vorstellungen der Vorstandschaft bei weitem übertraf. Der Vorsitzende brachte seine Freude hierüber zum Ausdruck und dankte namens der gesamten Wehr der Eringer Bevölkerung für die hohe Spendenbereitschaft.

Über die Finanzen beim Feuerwehrverein informierte Kassier Max Angloher. Seine Buchführung wurde von Alfons Berger und Emmeram Forster geprüft, die nichts zu beanstanden hatten, worauf die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

In seinen Grußworten erinnerte stellvertretender Landrat Kurt Vallée an die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr und das umfangreiche herausragende gesellschaftliche Leben der Eringer Wehr. Stellvertretender Kreisbrandrat Theo Pichlmaier dankte den Aktiven für ihren unermüdlichen Einsatz, auch im Rahmen der Flutkatastrophe.

Bürgermeister Johann Wagmann dankte ebenfalls den Wehrmitgliedern auch und im Besonderen für Ihre Unterstützung beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Die umfangreiche tatkräftige und auch finanzielle Unterstützung war eine große Entlastung für die Gemeinde. Wagmann freute sich besonders über die Mithilfe von Mitgliedern jeden Alters, vom Jugendfeuerwehrler bis zum passiven Feuerwehrmitglied.

Abschließend gab Vorsitzender Gerold Bauer jun. noch einen Ausblick auf das kommende Vereinsjahr, insbesondere den unmittelbar bevorstehenden Umzug ins neue Feuerwehrgerätehaus.

Zu den Ehrengästen zählten ferner Pfarrvikar Joseph Kakkattil, Kreisbrandmeister Gerold Bauer sen., Kreisjugendwart Gerhard Schreiner, die Eringer Ärzte Marina Birmurzayeva und Dr. Rudi Girg, PHK Max Allgeier von der Polizeiinspektion Simbach a. Inn sowie die Ehrenmitglieder Erich Berndorfer, Otto Wagmann und Franz Winkler.