Panel öffnen/schließen

A94 Statusbericht

Herr Pritscher und Hr. Krötz von der Autobahndirektion Südbayern waren zu Gast in Simbach und haben den aktuellen Stand der A94 Planungen erläutert.

Zunächst ist es erfreulich, dass das im Januar exklusiv für die A94 zuständige Planungsteam mittlerweile 6 Personen umfasst und große Fortschritte bei der Planung erzielt. So ist man bereits mit allen beteiligten Behörden in Kontakt und die Zusammenarbeit erfolgt sehr effektiv.

Im Abschnitt Marktl-Simbach West finden derzeit Vermessungsarbeiten statt.

Für diesen 13,3km langen und etwa 125M€ teuren Abschnitt haben mehrere Planungsbüros Angebote abgegeben. Ende des Jahres soll die Vergabe erfolgen, so dass spätestens Anfang 2018 mit der Detailplanung begonnen werden kann. Für 2019 möchte man die technische Genehmigung erreichen. Im Anschluss erfolgt dann das Planfeststellungverfahren. Wenn es zu keinen Verzögerungen kommt, dann könnte im optimalsten Fall schon 2022 Baureife herrschen, was rekordverdächtig schnell ist. Wenn Baureife herrscht, dann soll auch so schnell wie möglich gebaut werden. Dadurch, dass eine neue parallele Fahrbahn angedacht ist, sollten sich während der Bauphase keine größeren Verkehrsbehinderungen ergeben.

Im Bereich Simbach Ost- Malching sollen die selben Erhebungen, wie die faunistische Raumanalyse oder geotechnische Untersuchung entlang der angedachten Strecke von 9,3km 2019 beginnen. Da hier die exakte Trassenführung (+-20m, Höhenniveaus) noch nicht so offensichtlich ist, wie auf der Strecke Marktl-Simbach West ist aber mit einer längeren Planungsphase zu rechnen.

Der Abschnitt Simbach ist natürlich der schwierigste. Hier wird die linienbestimmte Trasse unter der Bahn und die Alternativtrasse entlang der B12 untersucht. Die erstellte Machbarkeitsstudie von 1997 wird aktualisiert und demnächst werden Bodenproben genommen, sowie eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt. Auch das Gutachten der Wasserschutzgebiete und für Fauna und Flora werden derzeit auf den neuesten Stand gebracht. Es ist das Ziel bis Ende 2018 zu entscheiden, welche Trasse weiterverfolgt wird. Im Anschluss können Planungsleistungen vergeben werden.

https://sites.google.com/site/a94simbach/trassenvarianten

Am Ende des Berichts waren sich die Anwesenden einig, dass dieser Statusbericht sehr interessant war und es wichtig ist, die Bevölkerung regelmäßig über den Stand der Dinge zu unterrichten. Besonders betont wurde die hervorragende Zusammenarbeit von Autobahndirektion, Kommunen und dem Verein „Ja zur A94“. Auch die hervorragenden persönlichen Kontakte tragen zu der konstruktiven Atmosphäre bei und sollen auch so in Zukunft fortgeführt werden.

Text: Alfred Feldmeier/Fotos: Walter Geiring

Weitere Nachrichten