Von Ende Juni bis Mitte August geht es in der Pfarrei Ering (Landkreis Rottal-Inn) alljährlich rund mit den Patrozinien dreier Gotteshäuser. Für zwei von ihnen waren die jeweiligen Erlöse bestimmt.
Gedenktag der frühchristlichen Märtyrer
Am 26. Juni steht im kirchlichen Kalender der Gedenktag der frühchristlichen Märtyrer Johannes und Paulus, denen die Filialkirche von Pildenau geweiht ist. Am Vorabend dieses Tages hatte man sich zum Hochamt im an der B12 gelegenen Kleinod versammelt. In seiner Predigt sprach Pfarrer Peter Kieweg über die Märtyrer, die gelassen sterben konnten, weil sie sich sicher waren: Hinter dem grausamen Martyrium erwartet sie das Größte, für das es sich zu sterben lohnt.
Auf dem Hofgelände der Familie Mayer wurde dann bei Gegrilltem zusammengesessen. Als Spenden zum Patrozinium konnten auf das Konto des Kirchleins 410 Euro verbucht werden.
Männerschola aus Passau St. Anton zu Besuch
Gut einen Monat später stand am 26. Juli der Gedenktag der Großeltern Jesu im Kalender und damit das Patrozinium der Wallfahrtskirche St. Anna. Nachdem das Gedächtnis heuer auf einen Samstag fiel, wurde am Vormittag das Hochamt gefeiert. Die Männerschola aus Passau St. Anton war gekommen und hatte mit Teilen der Waidler-Messe den Gottesdienst musikalisch gefeiert. Der Ortspfarrer lenkte in der Predigt die Blicke der Gläubigen auf die Hochaltar-Augen von Mutter Anna, mit denen sie einem überall in der Kirche in die Augen schaue. Er erinnerte an die Neuordnung der Kirche im Zuge der Renovierung und wies auf das neueste Renovierungsergebnis hin: die Altarpyramiden und Reliquiare mit Klosterarbeiten, die auf dem Hochaltar ihren eigentlichen Platz wieder erhalten haben. Trotz des einsetzenden Regens blieb man nach der Festmesse in St. Anna beieinander und nahm unter schützendem Pavillon bzw. Carport ein zubereitetes Frühstück ein. Auch das beliebte Spiel „Freu dich nicht zu früh“ durfte nicht fehlen, das glückliche Gewinner und Renovierungskasse erfreute: Insgesamt 550 Euro kamen an diesem Tag zusammen.
Den Patroziniums-Reigen beschloss schließlich die Pfarrkirche, die dem Geheimnis der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht ist. Mit den Landfrauen und dem liturgischen Dienst zog Pfarrer Peter Kieweg in das Gotteshaus ein, um den vom Eringer Singkreis musikalisch gestalteten Festgottesdienst zu feiern. Der Geistliche verband in der Predigt Eindrücke vom Ministranten-Ausflug nach Salzburg mit seiner zu Ende gehenden Zeit im Pfarrverband sowie dem marianischen Hochfest und seinen Schrifttexten. Nach dem Glaubensbekenntnis segnete er die Kräuterbüscherl, die von den Landfrauen zugunsten der Pildenauer Kirche nach der Messfeier verteilt wurden und 360 Euro an Spenden erbrachten.
Bei Würfel-Spiel wurde Preis ermittelt
Auf dem Kirchenvorplatz war an diesem heißen Sommertag alles für das Pfarrfest gerichtet. Es gab Gegrilltes, erfrischende Getränke, Kaffee und Kuchen. Pfarreiausschuss, Kirchenverwaltung, Frauenbund und weitere helfende Hände wirkten zusammen für einen reibungslosen Verlauf.
Ein letztes Mal wirbelte bei dieser Gelegenheit auch Pfarrer Peter Kieweg mit einem Würfelbecher durch die Reihen und spielte mit den Pfarrangehörigen erneut „Freu dich nicht zu früh“: Wessen vorher gekauftes Los gezogen wurde, durfte würfeln; die Summe der drei Würfel ergab den Preis, der jedoch wieder abgegeben werden musste, wenn später jemand dieselbe Zahl erwürfelte. Das ging so lange, bis alle Preise unter den Leuten waren. Alles in allem ergab das Fest mit allen Spenden einen Erlös zugunsten der Renovierung der Wallfahrtskirche St. Anna in Höhe von 1265 Euro.
Quelle: PNP